Viva la Vida, Wassermelonen, 1954 Frida Kahlo

Viva la Vida, Wassermelonen 1954 Frida Kahlo

Viva la Vida, Wassermelonen ist das letzte Gemälde von Frida Kahlo. Sandias ist ein lebendiger Abschluss von Frida Kahlos kurzem Leben, Viva la Vida, und bietet reiche Farbkontraste, Kurven und Winkel sowie eine letzte Botschaft der Künstlerin selbst. Kahlo gab ihrem Gemälde mit Wassermelonen-Thema nur wenige Tage vor ihrem Tod im Jahr 1954 den letzten Schliff.

Frida Kahlo bezeichnete „Vida la Viva“ in den zentralen Melonenkeil am unteren Rand der Leinwand, was übersetzt „Viva la Vida“ bedeutet, nur acht Tage vor ihrem Tod. Dies mag eine einfache Aussage gewesen sein, wenn man sich dem Tod nähert. Es könnte auch ein augenzwinkernder Kommentar zu seiner schmerzerfüllten Existenz aufgrund von Kinderlähmung, einem Busunfall und mehreren Operationen gewesen sein.

Wassermelonen haben eine harte Schale, die das weiche Fleisch im Inneren schützt. Wenn Sie in das Fleisch beißen, erleben Sie eine frische und saftige Süße. In ihrer elementarsten Form könnte eine Wassermelone die Künstlerin selbst symbolisieren, die eine dicke Haut entwickeln musste, um ein Leben zu bewältigen, das von körperlichen Schmerzen, einer schwierigen Ehe mit dem Künstler Diego Rivera und harscher Kritik an ihrer Kunst geprägt war.

Kahlo zeigt jedoch in dem Gemälde, dass sie, sobald ihre Schale geöffnet ist, ein lebendiges, frisches und süßes Innenleben offenbart. Darüber hinaus symbolisieren die zahlreichen Samen von Wassermelonen, wie die des Granatapfels in der griechischen Mythologie, sowohl Fruchtbarkeit als auch Unsterblichkeit. Ist die Frucht erst einmal weg, tragen die Samen das Versprechen neuen Lebens in die Ewigkeit.

Wassermelonen sind auch mit dem traditionellen mexikanischen Tag der Toten verbunden, an dem sich Familienmitglieder vorstellen, wie ihre Toten mit Wassermelone und anderen Lieblingsspeisen schlemmen. An diesem Tag feiern die Mexikaner ihre Toten, anstatt sie zu betrauern. Die Künstlerin selbst greift diesen Geist in ihrem Statement „Long live life“ auf.

Die ganze Wassermelone in der Mitte des Gemäldes ist kugelförmig wie die Erde. Es ist ein vollständiger Kreis wie der Kreislauf von Geburt und Tod. Einige Tage vor ihrem Tod schrieb Kahlo in ihr Tagebuch ihren letzten Eintrag:

Ich hoffe, die Abreise ist freudig und ich hoffe, nie wiederzukommen

Frida Kahlo

Viva la Vida, Wassermelonen ist eine helle und lebendige Feier des Lebens, sowohl in seiner Einfachheit der Komposition als auch in der Komplexität des emotionalen Ausdrucks. Er steht weder für die Angst vor dem Tod, noch sehnt er sich verzweifelt nach der Fortsetzung seines eigenen Lebens. Als Kahlos Ehemann Rivera drei Jahre später sterben sollte, malte er sein eigenes Wassermelonen-Epitaph, vielleicht als Beweis für ihre spirituelle Verbundenheit.

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