Porträt meines Vaters, 1951 Frida Kahlo

Porträt meines Vaters 1951 Frida Kahlo

Fridas Vater ist professioneller Fotograf und Hobbymaler und steht ihm sehr nahe. Es war sein Vater, der ihm beibrachte, eine Kamera zu benutzen und Fotos zu entwickeln sowie Bilder zu retuschieren. Vielleicht aufgrund dieser frühen Erfahrung stellt Frida sich und ihre Motive immer gerne so dar, als stünden sie vor der Kamera. Fridas Vater starb 1941, bevor sie ihn porträtierte. In diesem Porträt erinnerte er mit den Brauntönen an die ersten sepiafarbenen Fotografien, die sein Vater machte.

Obwohl dieses Porträt 10 Jahre nach ihrem Tod gemalt wurde, malte Frida ihren Vater, als sie jung war. Es ähnelt den Fotos ihrer Hochzeit von 1898. Tatsächlich ist dies nicht dasselbe wie in Fridas Erinnerung. Nach der Heirat alterte ihr Vater recht schnell und in Fridas Erinnerung hat er graue Haare und ein faltiges Gesicht. In diesem Porträt schaute er ohne Emotionen vom Betrachter weg. Seine großen Augen sind voller Intelligenz und wiederholen sich in der großen Kameralinse.

Die Widmung auf dem Pergament unten lautet:

Ich malte meinen Vater Wilhelm Kahlo, ungarisch-deutscher Abstammung, von Beruf Künstler-Fotograf, großzügig, intelligent und feiner Charakter, tapfer, weil er sechzig Jahre lang an Epilepsie litt, aber er hat nie aufgehört zu arbeiten und kämpfte mit Anbetung gegen Hitler Tochter Frida Kahlo“.

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